Der Fachkräftemangel stellt besonders in der Gesundheitsbranche eine große Herausforderung dar. Verschärft durch den demografischen Wandel stehen beispielsweise immer weniger Pflegekräfte für eine steigende Anzahl an Patient:innen zur Verfügung. Aus diesem Grund müssen verschiedene Stellschrauben berücksichtigt werden, welche zu einer Reduktion dieses Mangels beitragen können.
Eine dieser Stellschrauben stellt die Rekrutierung von internationalen Fachkräften (z.B. aus Lateinamerika) dar. Die Sicherstellung einer sozialverträglichen, nachhaltigen Rekrutierung, von der alle Beteiligten profitieren, ist vor diesem Hintergrund von besonderer Relevanz. Aus diesem Grund wurden Leitlinien zur erfolgreichen Rekrutierung von internationalen Fachkräften in der Gesundheitsbranche entwickelt, welche für Unternehmen eine Art Anleitung für die Umsetzung darstellen. Zusätzlich zu den Leitlinien werden Best Practice Beispiele dargestellt, welche als Inspiration für Unternehmen zur eigenen Umsetzung dienen sollen.
Zur Gewährleistung einer beidseitig gewinnbringenden Umsetzung der Rekrutierung wurden multiperspektivische Interviews geführt. Von deutscher Seite aus nahmen sowohl Pflegekräfte als auch Personalverantwortliche teil, während von lateinamerikanischer Seite Pflegekräfte sowie Ausbildungsverantwortliche aus Therapie- und Praxisteil befragt wurden. Durch dieses Vorgehen wurden Informationen zu Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und benötigten Unterstützungs- sowie Qualifizierungsmaßnahmen erfasst, welche anschließend in einem Leitfaden gebündelt wurden. Besonders positive Erfahrungen wurden in Form von Best Practice Beispielen festgehalten.
Eva Walbröl, Projektmanagerin, FIR an der RWTH Aachen, eva.walbroel@fir.rwth-aachen.de
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